Bundesgartenschau

Kommt die Bundesgartenschau 2023 nach Mannheim?

Wasserturm auf dem Mannheimer Friedrichsplatz

Ab 2019 ist die Bundesgartenschau (BUGA) auf absehbare Zeit ein Baden-württembergisches Projekt. 2019 präsentiert sich zunächst Heilbronn als Forum für Landschaftsarchitektur und Städtebau, darauf soll 2023 Mannheim folgen. Spannend: Aus Heilbronn kommen derzeit Klagen über eine zu geringe Landesförderung für das Projekt – die Heilbronner hatten mit 140 Millionen Euro Fördermitteln gerechnet, werden aus der Stuttgarter Landeskasse aber nur 41, 3 Millionen Fördermittel erhalten. Mannheim rechnet dagegen von vornherein mit städtischen Investitionen von rund 160 Millionen Euro, zu denen 40 Millionen Euro aus Stuttgart kommen sollen. Die Stadt Mannheim kann sich damit im Vergleich zu Heilbronn über eine etwas höhere Förderquote freuen, hat die BUGA-Aufwendungen von ursprünglichen 240 Millionen Euro jedoch bereits reduziert. Die Entscheidung über die BUGA Mannheim 2023 wird am 27. November 2012 gefällt.

 

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz freute sich in einem öffentlichen Statement über den sehr frühen “Orientierungsrahmen für die BUGA-Planung”, betonte jedoch, dass eine “Ausweitung des Finanzrahmens” für die BUGA auf keinen Fall infrage komme. Bis 2023 sollen nach bisher unbestätigten Meldungen seitens der Stadt pro Jahr zwischen sieben und neun Millionen Euro in die BUGA-Vorbereitung fließen.

Städtebauliche Konversion sehr unterschiedlicher Viertel

Inhaltlich befindet sich die Planung zur Bundesgartenschau in Mannheim noch in einer frühen Phase. Vor kurzem wurden in einer Sondersitzung des Stadtrats eine Machbarkeitsstudie zur finanziellen Planung sowie die Wasser-Studie “Stadt – Land – Fluss” vorgestellt. Unter dem Motto “Mannheim verbindet” ging es unter anderem um die Schaffung eines zusammenhängenden Grünzugs und die Integration der Flächen für die BUGA. Landschaftsarchitekt Bernhard Schwarz, Geschäftsführer der federführenden “sinai Freiraumplanung und Projektsteuerung GmbH” präsentierte seine Vision einer Parklandschaft, welche diverse – und bewusst sehr gegensätzlich gewählte – Viertel Mannheims integriert. Schwarz sah die BUGA in diesem Kontext übrigens nicht als ein einmaliges Event, sondern als Prozess einer integrierten Stadtentwicklung, der nicht termingebunden ist. Seine BUGA-Kalkulation beruht auf der Entwicklung einer Fläche zwischen 40 und 60 Hektar, die Investitionen von knapp 150 Millionen Euro erfordern. In seinen Finanzierungsplan flossen 40 Prozent Fördermittel sowie Einnahmen durch die rund 2,8 Millionen erwarteten Besucher der BUGA ein.

Will Mannheim die BUGA tatsächlich?

Oberbürgermeister Kurz bewertete das Konzept als einen “hochinteressanten Vorschlag” und sah zahlreiche “derzeit noch nicht genutzte Potenziale” für die Stadt. Zur Finanzierung des Projekts fasste er neben öffentlichen Fördermitteln unter anderem den Verkauf städtischer Grundstücke ins Auge. In der Abstimmung Ende November ginge es aber zunächst um ein “grundsätzliches Signal”, ob Mannheim die BUGA tatsächlich will.



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  • Marc F. sagt:

    Es ist ein ausgemachter Schwachsinn was hier auf Kosten der Umwelt und der Mannheimer Mitbürger entschieden wird !

    Mannheim hat genug Baustellen, die erst einmal abgearbeitet werden sollten (u.a. Mannheim 21, Q6-Q7) bevor sich Realitätsfremde und Erklärungsresistente Parteien wie die SPD oder Bürgermeister und deren Gefolge eine solch hirnrissige Idee umsetzen (möchten). Reicht es nicht schon das wir immer mehr Grünflächen versiegeln und eine attraktive sportliche Betätigung nicht mehr möglich ist ? Das Spaziergänge im ‘Wald’ oder in der ‘Au’ in Mannheim blad nicht mehr möglich sind ? Denken Sie gerade mal an die SAP Arena… Wozu brauchen wir solch ein ‘Schildbürgerprojekt’ das zusätzlich zum Luisen- als auch Herzogen-Ried-Park nochmals die Gegend ‘verschandelt’ und uns zusätzliches Geld kostet ?

    13. Januar 2013 um 15:58

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