Bundesgartenschau

Bundesgartenschau-Seilbahn in Koblenz soll erhalten bleiben

Die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein bei der BUGA Koblenz 2011

Die Bundesgartenschau 2011 hat Koblenz ein neues Baudenkmal beschert. Seitdem schwebt zwischen der Koblenzer Altstadt und der Festung Ehrenbreitstein eine Seilbahn über den Rhein, deren Betrieb ursprünglich nur bis zum Herbst 2013 geplant war. Die Stadt Koblenz fasst jetzt einen längeren Betrieb ins Auge. Die Doppelmayr Seilbahnen GmbH als die private Besitzerin der Bahn hat bereits Interesse signalisiert und will das Projekt kostenneutral für die Stadt weiterführen. Ob es die Koblenzer Seilbahn auch in Zukunft gibt, hängt jetzt maßgeblich von der Zustimmung der UNESCO ab. Sinn macht die Weiterführung des Projekts auf jeden Fall. Technisch ist die Seilbahn auf einen Betrieb von rund 20 Jahren ausgelegt, ihr Bau kostete seinerzeit zwölf Millionen Euro. Pro Stunde können mit ihr bis zu 7.600 Passagiere “übersetzen”. Die Bahn war damit nicht nur dem Besucheransturm zur Bundesgartenschau gewachsen, sondern befördert heute auch den Tourismus in der Koblenzer Region.

Stadt und Bürger sind sich über den Erhalt der Seilbahn einig

Auch die Bürger der historischen Rheinstadt machen sich inzwischen für den Erhalt der Seilbahn stark. Die Interessengemeinschaft “Freunde der Bundesgartenschau” hat in den letzten Tagen dafür 12.000 Unterschriften gesammelt, bis einschließlich Samstag soll diese Aktion noch weiterlaufen. Bei Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Götting (SPD) trafen sie mit ihrem Wunsch bereits auf offene Ohren. Bisher offen sind die Zustimmung der UNESCO sowie des internationalen Denkmalpflegebeirats Icomos, der im Dezember eine Kommission nach Koblenz schicken wird.

Kulturtourismus zur Festung Ehrenbreitstein boomt

Die UNESCO-Entscheidung wird frühestes für den Sommer 2013 erwartet. Koblenz liegt in der UNESCO-Welterbe-Region “Mittelrheintal”, die UNESCO durch einen nicht abgestimmten Erhalt der Seilbahn zu verprellen, hätte fatale Folgen für den Tourismus in der Region. Der Koblenzer Oberbürgermeister hält für den Icomos-Termin im nächsten Monat allerdings ein recht eindrucksvolles “Pro-Seilbahn”-Argument bereit: Vor der Bundesgartenschau 2011 und dem Start der Seilbahn besuchten pro Jahr rund 100.000 Touristen die Festung Ehrenbreitstein, bis zum Jahresende 2012 wird dagegen ein Besucheraufkommen von mindestens 400.000 Gästen erwartet. Die Stadt will mit diesen Zahlen zeigen, dass hinter dem Erhalt der Seilbahn weder eine “Kopfgeburt” noch rein wirtschaftliche Interessen stehen. Unter Vorbehalt der Zustimmung durch die UNSECO hat das Projekt auch aus Sicht der hessischen Landesregierung “grünes Licht”.



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