Bundesgartenschau

Bundesgartenschau 2019 – Riesen-Chance für Heilbronn

Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach

Die Bundesgartenschau (BUGA) findet alle zwei Jahre statt. Für ihre Gastgeberstädte ist sie ein Prestige-Projekt, das durch seinen Besucheransturm auch große touristische und wirtschaftliche Bedeutung hat. Nach den Stationen Hamburg (2013), der Havel-Region Berlin-Brandenburg (2015) und der bisher nicht endgültig festgeschriebenen BUGA in Berlin (2017) soll die Ausstellung im Jahre 2019 wieder in den Süden Deutschlands kommen – als Gastgeberin ist Heilbronn vorgesehen. Die Neckar-Stadt leidet derzeit allerdings unter knappen Kassen. Eine Sprecherin der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DGB) in Bonn ließ zwar jetzt verlauten, dass die Veranstalter nicht mit einer Absage aus finanziellen Gründen rechnen – in Heilbronn wirft das Projekt trotzdem Fragen auf.

 

Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach klagte unter anderem über die nicht ausreichende Landesförderung. Ursprünglich hatte er mit einem Zuschuss von 140 Millionen Euro aus Stuttgart gerechnet, die Baden-Württembergische Landeskasse will das Event jedoch nur mit einem Zuschuss von 41,3 Millionen Euro fördern. Stadtintern geht es inzwischen um eine Planung, die in der Lage ist, eine Balance zwischen den Finanzierungsmöglichkeiten der Stadt und der BUGA zu erreichen.

SPD-Fraktion mahnt “Konzentration auf das Wesentliche” an

Bei der BUGA 2019 geht es auf den bisher geplanten 70 Hektar Ausstellungsfläche um die Vernetzung der Stadtteile durch “grüne Lungen”, die Revitalisierung brachliegender Flächen, die Neuordnung von vorhandenen Sportflächen sowie die Umgestaltung des Neckarufers zu einer Naherholungslandschaft. Zwischen Neckar-Kanal und Neckar-Altarm sollen dafür eine “Insel im Fluss” sowie das Neubauviertel “Neckarbogen” mit Freizeitsee und Yachthafen entstehen. Da das ambitionierte Projekt die Neuverschuldung der Stadt erhöhen wird, mahnte die SPD-Fraktion jetzt an, sich bei den BUGA-Vorbereitungen “auf das Wesentliche” zu konzentrieren. Auf der SPD-Agenda stehen beispielsweise die Reduktion des BUGA-Geländes auf 50 Hektar sowie das Verschieben einiger infrastruktureller Maßnahmen für den “Neckarbogen” und einiger anderer Projekte auf einen Zeitpunkt nach der BUGA. Zur Finanzierung des Etats haben SPD und CDU bereits eine Erhöhung der Grundsteuer in Heilbronn beantragt.

BUGA als Motor einer zeitgemäßen Stadtentwicklung

Trotzdem gilt die BUGA 2019 in Heilbronn parteienübergreifend als “Motor der Stadtentwicklung” für Heilbronn. Auch aus DGB-Sicht spielt die Breitenwirkung der Bundesgartenschau in nahezu jeden für die Stadtentwicklung wichtigen Bereich hinein und integriert hier so unterschiedliche Arbeitsfelder wie Wirtschaft, Tourismus und Verkehr, Kultur, Soziales oder Städtebau ebenso wie sehr unterschiedliche soziale Gruppen. Als Beispiel dafür dient derzeit vor allem die BUGA 2011 in Koblenz, in der Investitionen von rund 500 Millionen Euro dazu beigetragen haben, städtebauliche Ideen in zeitgemäßer Weise weiterzuentwickeln. Ob in einigen Jahren auch Heilbronn zu einem solchen sozikulturellen und wirtschaftlichen Forum werden kann, ist bisher wohl nicht endgültig abzusehen.



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